The rime of the Ancient Mariner – Canoeing beim Lac Monroe
Salut a tous,
letztens waren wir, für mich zum ersten Mal, Kanu fahren. Und zwar im Mont Tremblant National Park, genauer dem Diable River. Hört sich schlimmer an als es wirklich ist.
Infos findet Ihr überigens hier :
Man fährt von Montréal ca. 2 Stunden Nord westlich, meldet sich dann bei der Einfahrt in den National Park an (damit man nicht verloren geht) und fährt dann nochmal ca. 20 Minuten durch den Park selber, bis man dann an der Station am Lac Monroe ankommt. (+46° 20′ 12.36″, -74° 30′ 0.95″)
Von hier aus wurden wir dann mit Schwimmwesten, Notfallbox und Paddeln versorgt und mit einem gelben Schulbus mit Kanu Anhänger zum Startpunkt unserer Kanureise gefahren.
Nach einer knappen halben Stunde waren wir dann auch schon am Zielpunkt, der eigentlich ja der Startpunkt war.
Wir waren zu fünft, hatten also ein Kanu mit 2 und eins mit 3 Personen. Nach einer kurzen Diskussion wo wir überhaupt hin paddeln müßen (rechts oder links), die durch einen Blick auf die mitgelieferte Karte eindeutig entschieden wurde (rechts), ging es dann los.
Kanu ins Wasser, alle bis auf einen ins Boot und dann anschieben, reinhüpfen und paddeln.
Das Interessante dabei ist den Kurs zu halten. Denn je nachdem wer stärker paddelt wird das Kanu in die entsprechende Richtung gedreht und man kommt vom geraden Weg, von Fachleuten auch “Kurs” genannt, ab.
Da wir das alle wohl zum ersten Mal gemacht, hatten fuhren wir auch eher eine schöne Schlangenlinie auf dem Fluß. Aber wie auch immer unsere Srecke aussah, wir hatten jedenfalls Spaß.
Nach kurzer Zeit mußten wir dann aber auch schon den Widrigkeiten der Natur ausweichen, in diesem Fall Stromschnellen, die, wie wir nachher sahen, ihren Namen eigentlich nicht verdienten. Es waren eher “Strom-nicht-so-schnellen”, an einigen Stelle ins “Strom-langsamen” abdriftend. Aber das konnten wir von unserem Standpunkt aus nicht sehen, und da wir ja quasi ungelernt waren, wollte wir uns diesem Risiko nicht aussetzen.
Also haben wir die Kanus um die Strom-was-auch-immer herum getragen.
Man kann die Teile alleine tragen, da in einer der Sitzbanken eine halbrunde Aussparung ist, die man sich dann in den Nacken setzt und somit das Boot auf dem Rücken hat.
Man muß das aber nicht, und die Kanus sind doch schwerer als gedacht.
Nun, wie auch immer, nach kurzer Zeit hatten wir den Einstiegspunkt hinter der gefährlichen Stellen erreicht und fuhren weiter.
Doch die Natur ist böse, hinterhältig und gemein zu uns Stadtmenschen, und so mußten wir schon kurz danach erfahren, das Kanus, anders als die Titanic, nicht unsinkbar sind.
Wie es aber gute Sitte ist, “niemand wird zurück gelassen”, konnten wir mit vereinten Kräften die indianische Nußschale wieder flott machen. Glücklicherweise war es auch warm genung, so dass trotz vollständiger Nässe von Kapitän und Bootsmann bzw. -frau des Unglücksschiffes sowie teilweiser Nässe des Rettungspersonals, keiner ernsthaft frieren mußte.
Und auch Materialverlust war nicht zu beklagen, fanden wir doch den vermeindlich gesunkenen Schuh nur wenige Meter später fröhlich and der Wasseroberfläche treibend wieder.
Von da an war die Reise relativ ereignislos. Keine Unglücksfälle, nur Sonne, Gegend (und zwar richtig viel davon) und Mücken (davon sogar noch mehr als Gegend).
Da niemand 4 Stunden am Stück durch die Natur kanuen möchte, wir waren schliesslich zu unserem Vergnügen auf dem Wasser (auch wenn die Mücken das anders sahen), machten wir auch die ein oder andere Pause am Flußufer. Und wurden von unserer belgischen Begleitung (die Kapitänin des Unglücksdampfers) köstlich und reichlich bewirtet.
Danach war dann wieder Gegend zu bewundern.
Kurz und knapp… es macht mörderisch Spaß, man sollte definitiv Mückenspray und Sonnenschutz dabei haben und es ist einfacher als gedacht. Und dauert ca. 4 Stunden.
Erik









Toller Post – und wir haben uns am Lac Monroe wohl um eine Woche verpasst! Allerdings hatten wir die Wanderschuhe statt Schwimmwesten an und haben uns durch das menschenleere Hinterland des Parks gekämpft. Das war auch sehr nett. Viel Mückenspray brauchte es allerdings auch da…