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Archiv für Juni 2010

It’s a kind of magic – Eureka-Festival im vieux port

Hallo zusammen,

und wieder mal ein Festival Bericht. Diesmal eins, das vor allem für Kinder gedacht war, also genau das richtige für mich. :)

Es handelt sich um das Eureka-Festival, ein Wissenschaftsshow direkt vor dem Science Center. Und es war wirklich ein wenig wie der Queen Song.

Eingang zum Eureka - Festival

Statt fand das Spektakel vom 11. bis 13. Juni, also parallel zum Formel 1 Wochenende. Und es war das 4te Mal.

Produziert vom Science-Center in Zusammenarbeit mit der Canadian Wildlife Federation und mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesland Quebec waren insgesamt über 50(!) Zelte zu verschiedenen Themen entlang des Grünstreifens im Vieux Port aufgestellt worden.

Über 100 Aktivitäten wurden angeboten, und im letzten Jahr kamen über 60.000 Zuschauer.

Es sah ein bisschen aus wie ein Zeltlager für Kinder.

Ich hatte auch das Gefühl, dass sämtliche Schulen im Umkreis von 50 km ihre Schüler hier her geschickt hatten. Es schien sich also zu lohnen.

Das erste was ich mit anschaute war eine 1 stündige Chemie-Vorstellung von Yannick Bergeron, Lehrer am Collège St-Jean-Vianney. Er hatte sich bereits durch diverse Chemie-Aufführungen während der Nuit-blanche und durch den Erhalt des NSERC Michael Smith Award for Science Promotion einen Namen gemacht. Er war also kein Unbekannter…. ausser für mich.

Es qualmt....

Diesen niedlichen bunten Kittel hat er übrigens wohl immer an. :)

Die ganze Aufführung war in französisch, aber was zählte war ja die Show…. die Erklärungen waren ja oft schon bekannt.

Netterweise holte er für jedes seiner Experimente ein anderes Kind nach vorne um ihm zu assistieren. Und sei es nur um zu “kontrollieren” das er alles richtig macht oder um als Zielscheibe zu dienen.

... und qualmt ...

Hier zum Beispiel mit dem Einsatz einer “Airzooka”, bei der der faßartige Hohlkörper mit Qualm gefüllt wird und dann mittels eines dünnen Gummibodens Rauchkringel abgeschossen werden können. Recht präzise, wie man sehen kann.

... und brennt ...

Natürlich mußte, wo Qualm ist, auch Feuer sein. In diesem Fall durch den gezielten Einsatz von Nitrozellulose. Das Mädchen, welches hier helfen durfte, sollte auch so einen Streifen in der Hand halten…. aber da schlugen bei ihr wohl die Urinstinkte durch. :)

... und qualmt wieder ...

Was immer er tat, es hatten einen sehr wirkungsvollen und anschaulichen Effekt…

Wozu auch Cola mit Drops versauen, wenn es anders doch viel einfacher und vor allem sauberer geht? :)

... und brennt!

Ja, 80% der Experimente qualmten oder brannten oder qualmten und brannten. Es war SUPER!

Nach der chemischen Lehrkeule wanderte ich dann erstmal ziellos durch die verschiedenen Zelte. Und da, wie schon erwähnt, F1 Wochenende war, fiel mir dieses Zelt besonders auf:

ETS mit selbstgebauten Rennwagen

Ok, es war nicht wirklich das Zelt, das sah aus wie alle anderen auch, aber die Vehikel davor. Einer der Jungs dort kam mit mir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es das Zelt der ETS, also der École de technologie supérieure war und diese Rennwagen tatsächlich, bis auf den Motor , selbstgebaut waren.

Jedes Jahr gibt es in Nordamerika und Europa Rennen, an denen Hochschulen mit ihren Studententeams und selbstgebauten Rennern teilnehmen können. Letztes Jahr zB. unter anderem am Hockenheim-Ring. Es zählt aber nicht nur das Rennergebnis, sondern die Wagen werden auch noch von Juroren begutachtet und bewertet. In Deutschland zum Beispiel durch Ingenieure von Porsche und Mercedes.Und da hat die ETS den 2ten Platz geschafft.

Natürlich werden diese Veranstalltungen auch als Recruting-Events für die Unternehmen genutzt… wo sonst kriegt man vielversprechende potentielle Mitarbeiter so auf dem Silbertablett präsentiert…? :)

Aktion = Reaktion ?

Was genau hier geforscht, erklärt oder sonst  wie gezeigt werden sollte erschloß sich mir nicht direkt, und ich wollte die beiden Kontrahenten auch nicht aus Ihrer Konzentration reissen. Es sah nach Sumoringen aus….

Sollte so das Aktion = Reaktion Prinzip erklärt werden? Wenn ja hat es zumindest mächtig Spaß gemacht. Ich glaube nämlich, dass einer der beiden der Lehrer und der andere ein Schüler war.

Tja, viel Du noch lernen mußt, junger Paravant!

Roboter - Werkstatt

Wo Wissenschaft ist, da dürfen Roboter inzwischen ja nicht mehr fehlen. Und deshalb war ein Zelt nicht nur diesen gewidmet, man konnte dort auch welche bauen und programieren. Ich mag mich täuschen, aber es sah aus wie Lego-Bausätze. Jedenfalls war hier mächtig was los.

Und wer glaubt, dass wäre die Domaine der Jungen gewesen, befindet sich auf dem Holzweg. Es waren mindestens soviele Mädels wie Junge zugange. Es sah aber ein bisschen so aus, als würden die Mädels konstruieren und bauen und die Jungs dann programmieren.

Programmier Stand

Übrigens, wo ein Stand mit Rennwagen ist, da darf natürlich ein Fahrsimulator nicht fehlen.

Autofahren im Sommer bei Eis und Schnee

Mir war jetzt nicht 100%ig klar, was die Kurzen, die noch geschätzte 6 – 10 Jahre vom Führerschein entfernt waren, von einem Autosimulator lernen sollen… aber hey, die hatten Spaß und das war die Hauptsache.

Es gab noch zig verschiedene Sachen zu sehen und zu machen. Z.B. ein Zelt in dem man einen Mordfall recherchieren konnte, mit DNA Analyse, Fingerabdruckvergleich und allem drum und dran.

Samstag war eine Jagdvogelschau, in einem Zelt wurden Special effects wie sie in Filmen verwendet werden vorgführt und erklärt, in einem andern die Physik beim tanzen dargestellt…

Kurz und knapp, es ist ein rasend interessantes Festival, für Kinder, aber nicht nur. :)

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

:) Erik

Kategorien:Festival, Fun, Montreal

On every street – Formel 1 in Crescent Street

Bonjour à tout,

ich gebe zu, vieleicht ist der Songtitel der Dire Straights etwas zu hoch gegriffen, aber das Wochenende stand nun mal unter dem Moto Formel 1.

Nicht nur das die Crescent Street, von der ich hier berichte, abgesperrt und mit Zelten, Autos und schönen Mädchen vollgepackt war, auch die St. Laurent und Peel Street waren ihrer natürlichen Bestimmung beraubt und beherbergten nur noch Fußgänger.

Wenn man also, wie ich, von der St. Catherine Richtung Crescent Street ging, so war dies der erste Eindruck, der einem vermittelt wurde :

Eingang St. Catherine

Man rate wer der Hauptsponsor war….

Welche Klischees gehen einem als erstes durch den Kopf, wenn man an die Formel 1 bzw. an Autorennen denkt?

Genau… Autos, Mädels …. und dann erst mal lange nix mehr.

Das “lange nix mehr” kam hier in Form von Sponsorenszelten, Freibier (Budweiser light… aber es war wenigstens umsonst) und diversen Spielen.

Die Autos sahen so aus (und ratet mal wer für Honda als Sponsor einsprungen ist)

Ford Shelby Mustang

Ford Shelby Mustang

Und so:

Ford Mustang

Ford Mustang

Jepp, der Sponsor ist Ford und nein, das sind nicht die gleichen Autos in unterschiedlicher Farbe…. das eine ist ein Ford Shelby Mustang, das andere ein “normaler” Mustang. :-)

Ok, dann arbeiten wir mal das andere Klischee ab :

Die LG Girls

LG - Life's good

Ich möchte ja keiner dieser Damen zu nahe treten, alleine schon weil ich sie ja gar nicht kenne, aber bei der Kandidatenauswahl für diesen Job  war die Eigenschaft “gutaussehend” mit Sicherheit höher bewertet als “akademischer Abschluß in Wirtschaft oder Rechtswissenschaften”.

Hier fand ich den Spruch “Life’s good” von LG für die beiden Herren auf dem Foto allerdings sehr passend. Ich hatte das Gefühl das ihnen genau das gerade durch den Kopf ging. Und wer will es ihnen verdenken… ;)

Aber nicht nur an den diversen Ständen standen fotogene und willige Boxenl….adies, auch mitten auf der Strasse konnte man sich ihrer fast nicht erwehren (was allerdings auch keiner ernsthaft wollte):

And.... smile...

And.... smile...

Tja, let’s face it, Formel 1 “is a mens world”.

Wer von Autos und Frauen irgendwann genug hatte, konnte sich dann bei den verschiedensten Spielen abreagieren.

So zum Beispiel beim Reifenwechseln. Allerdings in der professionellen Variante, also ohne Wagenheber und Radkreuz, dafür mit Schlagschrauber. Hier liebevoll “Gun” genannt.

Billy's got a gun

Billy's got a gun

Und es schien schwerer zu sein als es im Fernsehn aussieht.

Nachdem die Reifen gewechselt wurden konnte man die neuen Pneus dann im Rennsimulator gleich wieder verheizen (ok, es war ein anderer Stand und sie hatten nichts miteinenander zu tun, aber ich konnte mir die Überleitung nicht verkneifen):

Hochkonzentriert.... auf das Rennen

Hochkonzentriert.... auf das Rennen

Spätestens hier wurde jeder Mann zum kleinen Kind. Das war übrigens auch der Stand an dem es Bud light als Freibier gab…. der Spruch “don’t drink and drive” war bis hierher noch nicht durchgedrungen. :-)

Für diejenigen, die erst gar nicht zum Kind werden mußten, gab es dann nebenan das hier .

Wenn ich groß bin.....

Wenn ich groß bin.....

Der Kleine hatte das Spiel voll unter Kontrolle und war so konzentriert, dass ich ihm die Kamera wahrscheinlich direkt vor die Nase hätte halten können, er hätte trotzdem gewonnen.

Wer nun anhand der Fotos glaubt, dass es nur auf der Strasse abging wie Zäpfchen irrt gewaltig, denn die Crescent ist bekannt, berühmt und berüchtigt als Kneipen- und Partymeile. Dementsprechend waren, unterstützt durch das gute Wetter, die Balkone der anliegenden Pubs gut gefüllt. Genau wie diejenigen, die die Balkone füllten….

Gut gefüllt.... Balkon und Gäste

Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, mir die anderen Strassen anzuschauen, aber wenn alle so witzig und kurzweilig waren wie die Crescent, und davon gehe ich mal aus, dann ist Formel 1 in Montréal nicht nur aus finanzieller Sicht eine Bereicherung für die Stadt.

Ich werde versuchen nächstes Jahr dann die anderen Strassenzüge zu besuchen.

Achja, das Rennen gewonnen hat Hamilton. Für den deutschen Ex-Emeritus war es wohl mal wieder zu trocken. ;-)

Ich freu mich auf das nächste Jahr,

Erik

Kategorien:Uncategorized

Red Barchetta – Das F1 Open House am Circuit Gilles Villeneuve

Hallo zusammen, bon jour,

heute war Open House Tag der Formel 1 auf den Circuit Gilles Villeneuve.
Mit anderen Worten, die Pitlane (Boxengasse) war von 09.00 bis 12.00 für das Publikum geöffnet… kostenfrei.
Und obwohl Ferrari keine Barchettas mehr fährt, so war es doch genau diese Box, die am meisten belagert war.
Aber ich fange besser von vorne an.
Wie wohl allgemein bekannt ist, wird am Sonntag, 13.06.10, der Grand Prix von Montréal ausgetragen. Dies ist nach einer 24 monatigen Durststrecke also wieder das erste Mal nach 2008, dass die Formel 1 in Montréal gastiert. ;-)
Dementsprechend ist hier alles auf dieses Ereignis ab- und eingestimmt.
Den Start macht eben dieses Open House in der Boxengasse.
Außerdem wird es auf der Rue Crescent eine Formel 1 Party Meile mit Musik, Autos und F1 Fahrern die Autogramme geben.
Und eigentlich sollte eine F1 FanZone am Alten Hafen eingerichtet werden, mit F1 Simulator und viel Spaß für die Kinder, aber der Veranstalter hat dies abgesagt. In einem Telefonat sagte er, sie wollten sich lieber auf das Rennen konzentrieren, da es ja das erste seit 2088 sei….. ich sag dazu jetzt mal nichts.
Heute morgen um kurz vor 09.00 bin ich dann mit der orangen Metro zur Station Berri UQAM und dort mit der gelben Linie zur Haltestelle Jean Drapeau auf der Ile St-Hélène. Von dort aus über die kleine Brücke zur Ile Notre-Dame.
Auf der Notre Dame wurden wir dann erst von Ticketverkäufern  und dann von Bussen in Empfang genommen und so begann meine erste motorisierte Fahrt auf einem echten Formel 1 Kurs. Nicht schnell, nicht spektakulär, aber bequeme.
Formel 1 Bus
Bevor wir zur Boxengasse kamen durften wir noch ein paar andere Rennautos bewundern.
Neben einem Formel 1600 Auto waren auch 2 Ferrari 430 aus der Ferrari Challenge ausgestellt.
Ferrari 430 von vorne...
... und von hinten. Sieht anders aus als in unserem Auto.
Kurz danach begann dann auch schon die Schlange der Autogrammjäger. Ich habe keine Ahnung wer da alles saß und mit stoischer Gelassenheit immer den selben Text, nämlich seinen Namen, schrieb, aber für die Jungs von der jagenden Zunft schien es sich zu lohnen lange im Regen zu stehen. Mein Ding war es nicht.
Nun aber zu den wichtigen Dingen bei einem Besuch in der Boxengasse… den Boxen!
Zum Beispiel die Box von ihm hier, dem rasenden Ex-Rentner :
Sein Rentenalter wurde erhöht....
Oder die seines ehemaligen Arbeitgebers :
Blick in die Box
Und so sah es von etwas weiter weg aus… und man bedenke, dass zu diesem Zeitpunkt erst einige wenige Busse ihre touristische Last ausgespuckt hatten.
Andrang bei den Roten....
Und natürlich auch noch ein Foto der Box und des Wagens unserer nationalen Hoffnung, Adrian Sutil.
3 Nasen?
Ok, ich weiß ja, das Adrian Sutil nicht als Oldie des Formel 1 Sports bezeichnet werden kann, aber mit 27 Jahren und fast 60 gefahrenen Rennen kann man ihm doch mal zu trauen, dass er mit genauso vielen Nasen für sein Auto auskommt wie alle anderen auch.
Oder ist das eher ein psychologischer Schachzug, im Sinne von “Gebt Acht, wir können Euch 1 mal mehr von hinten rammen als ihr”.
Nun wie auch immer, jeden falls wurde auch mal wieder klar gestellt, dass wenn man schon ein Safety-car braucht, dieses dann auch bitte Stil und PS haben muß.
Bitte sehr, einer der tollsten Arbeitplätze der Welt (jedensfalls aus meiner Sicht):
Ob sich der Fahrer auch mal Abends Arbeit mit nach Hause nimmt?
Ich beneide Bernd Mayländer….
Für diejenigen die damit nichts anfangen können:
Diese Flunder mit den Flügeltüren ist ein Mercedes SLS AMG, 6.2 L V8, anwenderfreundliche 571 PS, 0 – 100 km/h in 3,8 Sekunden und max. 317 km/h schnell.
Macht aber auch Sinn wenn einen Formel 1 Wagen jagen.
Preis knappe 180.000 Euro. Also ein Schnäbbsche….
Tja, und koordiniert wird das Rennen von den einzelnen Teams in Ihren Datenboxen, die übrigens direkt am Zaun, der die Boxengasse von der Start/Zielgerade trennt, angebracht sind.
Hier mal am Beispiel von Virgin (ja, die Fluggesellschaft aus England fliegt inzwischen sehr tief).
Wesentlich cooler, jedenfalls was das Fernsehprogramm angeht, sind da die Jungs vom britischen Lotus Stall drauf :
Sandra Bullock hätte ihre Freude gehabt....
Und ja, es lief wirklich der Film “Speed” …. sehr sehr cool, die Jungs. :-D
Ja, im Prinzip war es das von meinem Ausflug zur Formel 1.
Hier noch ein Video, dass einen Testlauf eines aufgebockten Virgin Racing Rennwagens zeigt.
Bis dahin viele Grüße von,
mir :-)
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