It’s a kind of magic – Eureka-Festival im vieux port
Hallo zusammen,
und wieder mal ein Festival Bericht. Diesmal eins, das vor allem für Kinder gedacht war, also genau das richtige für mich.
Es handelt sich um das Eureka-Festival, ein Wissenschaftsshow direkt vor dem Science Center. Und es war wirklich ein wenig wie der Queen Song.
Statt fand das Spektakel vom 11. bis 13. Juni, also parallel zum Formel 1 Wochenende. Und es war das 4te Mal.
Produziert vom Science-Center in Zusammenarbeit mit der Canadian Wildlife Federation und mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesland Quebec waren insgesamt über 50(!) Zelte zu verschiedenen Themen entlang des Grünstreifens im Vieux Port aufgestellt worden.
Über 100 Aktivitäten wurden angeboten, und im letzten Jahr kamen über 60.000 Zuschauer.
Es sah ein bisschen aus wie ein Zeltlager für Kinder.
Ich hatte auch das Gefühl, dass sämtliche Schulen im Umkreis von 50 km ihre Schüler hier her geschickt hatten. Es schien sich also zu lohnen.
Das erste was ich mit anschaute war eine 1 stündige Chemie-Vorstellung von Yannick Bergeron, Lehrer am Collège St-Jean-Vianney. Er hatte sich bereits durch diverse Chemie-Aufführungen während der Nuit-blanche und durch den Erhalt des NSERC Michael Smith Award for Science Promotion einen Namen gemacht. Er war also kein Unbekannter…. ausser für mich.
Diesen niedlichen bunten Kittel hat er übrigens wohl immer an.
Die ganze Aufführung war in französisch, aber was zählte war ja die Show…. die Erklärungen waren ja oft schon bekannt.
Netterweise holte er für jedes seiner Experimente ein anderes Kind nach vorne um ihm zu assistieren. Und sei es nur um zu “kontrollieren” das er alles richtig macht oder um als Zielscheibe zu dienen.
Hier zum Beispiel mit dem Einsatz einer “Airzooka”, bei der der faßartige Hohlkörper mit Qualm gefüllt wird und dann mittels eines dünnen Gummibodens Rauchkringel abgeschossen werden können. Recht präzise, wie man sehen kann.
Natürlich mußte, wo Qualm ist, auch Feuer sein. In diesem Fall durch den gezielten Einsatz von Nitrozellulose. Das Mädchen, welches hier helfen durfte, sollte auch so einen Streifen in der Hand halten…. aber da schlugen bei ihr wohl die Urinstinkte durch.
Was immer er tat, es hatten einen sehr wirkungsvollen und anschaulichen Effekt…
Wozu auch Cola mit Drops versauen, wenn es anders doch viel einfacher und vor allem sauberer geht?
Ja, 80% der Experimente qualmten oder brannten oder qualmten und brannten. Es war SUPER!
Nach der chemischen Lehrkeule wanderte ich dann erstmal ziellos durch die verschiedenen Zelte. Und da, wie schon erwähnt, F1 Wochenende war, fiel mir dieses Zelt besonders auf:
Ok, es war nicht wirklich das Zelt, das sah aus wie alle anderen auch, aber die Vehikel davor. Einer der Jungs dort kam mit mir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es das Zelt der ETS, also der École de technologie supérieure war und diese Rennwagen tatsächlich, bis auf den Motor , selbstgebaut waren.
Jedes Jahr gibt es in Nordamerika und Europa Rennen, an denen Hochschulen mit ihren Studententeams und selbstgebauten Rennern teilnehmen können. Letztes Jahr zB. unter anderem am Hockenheim-Ring. Es zählt aber nicht nur das Rennergebnis, sondern die Wagen werden auch noch von Juroren begutachtet und bewertet. In Deutschland zum Beispiel durch Ingenieure von Porsche und Mercedes.Und da hat die ETS den 2ten Platz geschafft.
Natürlich werden diese Veranstalltungen auch als Recruting-Events für die Unternehmen genutzt… wo sonst kriegt man vielversprechende potentielle Mitarbeiter so auf dem Silbertablett präsentiert…?
Was genau hier geforscht, erklärt oder sonst wie gezeigt werden sollte erschloß sich mir nicht direkt, und ich wollte die beiden Kontrahenten auch nicht aus Ihrer Konzentration reissen. Es sah nach Sumoringen aus….
Sollte so das Aktion = Reaktion Prinzip erklärt werden? Wenn ja hat es zumindest mächtig Spaß gemacht. Ich glaube nämlich, dass einer der beiden der Lehrer und der andere ein Schüler war.
Tja, viel Du noch lernen mußt, junger Paravant!
Wo Wissenschaft ist, da dürfen Roboter inzwischen ja nicht mehr fehlen. Und deshalb war ein Zelt nicht nur diesen gewidmet, man konnte dort auch welche bauen und programieren. Ich mag mich täuschen, aber es sah aus wie Lego-Bausätze. Jedenfalls war hier mächtig was los.
Und wer glaubt, dass wäre die Domaine der Jungen gewesen, befindet sich auf dem Holzweg. Es waren mindestens soviele Mädels wie Junge zugange. Es sah aber ein bisschen so aus, als würden die Mädels konstruieren und bauen und die Jungs dann programmieren.
Übrigens, wo ein Stand mit Rennwagen ist, da darf natürlich ein Fahrsimulator nicht fehlen.
Mir war jetzt nicht 100%ig klar, was die Kurzen, die noch geschätzte 6 – 10 Jahre vom Führerschein entfernt waren, von einem Autosimulator lernen sollen… aber hey, die hatten Spaß und das war die Hauptsache.
Es gab noch zig verschiedene Sachen zu sehen und zu machen. Z.B. ein Zelt in dem man einen Mordfall recherchieren konnte, mit DNA Analyse, Fingerabdruckvergleich und allem drum und dran.
Samstag war eine Jagdvogelschau, in einem Zelt wurden Special effects wie sie in Filmen verwendet werden vorgführt und erklärt, in einem andern die Physik beim tanzen dargestellt…
Kurz und knapp, es ist ein rasend interessantes Festival, für Kinder, aber nicht nur.
Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!
Erik































